Der neue Thiede-Kalender ist fertig. Für das nächste Jahr konnte der Ortsheimatpfleger in seinem Archiv aus dem Vollen schöpfen.

Im ablaufenden Jahr waren es Gaststätten und Kneipen. Im kommenden Jahr werden – so hoffen es jedenfalls Ortsheimatpfleger Hartmut Alder und Designer Klaus Harenberg –  Handel und Handwerk die Wände vieler Wohnstuben in Thiede zieren. Die zwölf Monatsblätter sind prall gefüllt mit bislang unveröffentlichten Schwarz-Weiß-Fotos aus dem alten Thiede und den Anfangsjahren der Siedlung Steterburg. Der Kalender ist von sofort an bei Pro Art in der Schäferwiese erhältlich. Er kostet 14.90 Euro.

„Spätestens, wenn die ersten Lebkuchen in den Supermarktregalen liegen, erreichen uns die ersten Anfragen“, sagt Harenberg schmunzelnd. „Dann wissen wir, dass es höchste Eisenbahn wird, das Material zu sichten“, ergänzt sein Kompagnon Alder.
Im Januar schaut der Betrachter im Textilgeschäft Wanschura an der Breslauer Straße vorbei, im Februar ist er zu Gast im Thieder Konsumverein an der Wolfenbütteler Straße. Dort konnten Mitglieder anschreiben lassen. „Manch einer Arbeiterfamilie hat das über den Monat geholfen“, berichtet Alder.
Bevor in Steterburg das Kaufhaus an der Langen Hecke gebaut wurde, hatten sich zahlreiche Geschäftsleute in Bretterbuden. Eine, die sogenannte rote Bude, war das Blumenhaus Engels. Natur und März – das passt gut zusammen, waren sich die beiden Macher offensichtlich einig.
Auch das Handwerk kommt nicht zu kurz: Tischler, Schlosser, Bäcker, Perückenmacher und Schlachter kommen zu ihrem Recht. Und zwei Friseure, die in enger Nachbarschaft auf der Frankfurter Straße zu Kamm und Schere griffen. Alder hat noch heute das Birkenwasser in der Nase, das die Meister Vanselow und Rotter wohl verschwenderisch benutzten. Mehr noch erinnert er sich allerdings an elend lange Wartezeiten. „Immer wurden uns Kindern die Erwachsenen vorgezogen. Wir saßen und saßen und saßen und hörten dem Dorftratsch zu. Das war bei meinem Friseur Vanselow nicht anders als bei der Konkurrenz.“ Ein Wechsel hätte sich also kaum gelohnt, sagt der heute 61-Jährige.

Den Originalartikel der Braunschweiger Zeitung findet man hier (klick).

Kalender 2013

Pro Art
Schäferwiese (gegenüber real)
Tel. 0 53 41 - 26 02 53


Hinweis zum Versand: Nach Rücksprache mit Pro Art kann ein Versand aufgrund der Größe des Kalenders (aufwendige Verpackung, Porto) nur gegen einen Aufpreis von 10 Euro erfolgen. Bitte mit Pro Art Kontakt aufnehmen, um die Bezahlmodalitäten (Vorauskasse) zu klären.

Kommentare   

+5 #1 Kulle 2012-11-28 13:55
Der Kalender ist sehr schön geworden, ich hoffe es geht die nächsten Jahre weiter so.
Viele Grüße
+5 #2 hajoffm 2012-12-08 19:05
Die Einschätzung und Bewertung von Kulle kann ich vorbehaltlos unterstützen. Der Kalender ist eine historisch und handwerklich saubere Arbeit. Gratulation den beiden Machern des Kalenders! Und ProArt besonderen Dank für die sehr sorgfältige Verpackung des Schmuckstücks.
+4 #3 Monika W. 2012-12-14 18:12
Hallo liebe Macher des Kalenders.
Ich, als ehemalige Thiederin, habe diesen Kalender von sehr guten Freunden geschickt bekommen. An diese beiden dafür herzlichen Dank.
Ich habe mich beim Ansehen der Bilder an die guten alten Zeiten erinnern können. Einige kenne ich auch noch selber, so wie es einmal aussah.
Nochmals vielen Dank.